Beitrag vom 15.06.2018, von Caren Schwenke
Wie bitte? Scandi? Oh nee, das kenn ich schon. Da ist alles Weiß, Grau, Schwarz und holzig. Nicht ganz! Es gibt eine Kehrtwende und die ist edel bunt. Wir zeigen dir, wie die Skandinavier die Designszene aufmischen – jetzt im Connox Magazine.
Dass Skandinavien es in Sachen Design draufhat, wissen wir. Doch ehrlich gesagt, hat der sogenannte Scandi Style mittlerweile an Spannung verloren. Umso besser, dass viele Design-Hersteller das offensichtlich genauso empfinden. Und mit wunderbar erfrischenden Ideen ein bisschen mehr Farbe ins Spiel bringen.
1. Knallige Farben auf lagom’sche Art kombiniert
2. Materialmix à la Scandinavian Chic – so geht’s
3. Must Go – Edelmetalle sorgen für Glamour
4. Ungewöhnliches trifft auf Altbewährtes
5. Alte Werte bleiben
Bisher war der Skandinavische Look dominiert von Weiß, hellen Naturtönen, Pastell und Schwarz. Doch ab sofort darf wieder tiefer in die Farbpallette gegriffen werden. Gelb, Rot, Pink, Orange, Grün- und Aquatöne stehen dabei an erster Stelle.
Die Farbtupfer bringen eine explosive Freude mit sich und lösen die leicht verträumte Atmosphäre des alten Scandi Stils ab. Doch anstatt alles wild durcheinander zu würfeln gilt es wie so oft: die richtige Balance zu finden. Nicht zu viel und nicht zu wenig – ganz lagom und damit ganz skandinavisch.
Materialmixe sorgen für Spannung – sie sind es, die einem Raum Tiefe verleihen. Besonders gelungen sind Kombinationen aus harten kalten Materialien wie Marmor, Terrazzo und Beton und warmen weichen Materialien wie Samt.
Die Symbiose aus Kunststoffen und Naturmaterialien sorgt für natürliche Kontraste, denen eine gewisse Sachlichkeit anhaftet. Ein aufregendes Comeback von buntem Glas bringt uns die wilden 70er zurück.
Der neue Scandi Chic führt alle Edelmetalle – Kupfer, Messing, Edelstahl – wieder zurück auf die Bühne. Messing wirkt besonders edel, während Edelstahl dem Interior eine industrielle Note verleiht. Wie du die Edelmetalle am besten einsetzt? Besonders spannend sind Leuchten mit metallischer Oberfläche.
Der Hersteller Tom Dixon greift schon länger auf glamouröse Oberflächen zurück, um seinen Designobjekten Charakter zu verleihen. Auch Hersteller wie Georg Jensen, Louis Poulsen und Rosenthal haben das Trendmaterial für sich entdeckt. Sodass nun Vasen, Leucht- und Deko-Objekte die Wohnungen in prachtvollem Glanz erstrahlen lassen. Durch kreative Formen und einfache Linienführungen wirken die Designs dennoch cool.
Aus der Mode kennen wir es: Ein schlichtes T-Shirt, wie es so schon seit Jahrzenten besteht, wird durch die Kombination mit extravagantem Schmuck zurück auf die Titelseite von Hochglanzmagazinen geholt. Im Interior passiert das gleiche.
Altbewährte Designklassiker wie der CH24 von Carl Hansen & Søn wird zusammen mit auffälligen Print-Kissen und bunten Glas-Vasen auf erfrischend neue Weise inszeniert. Besonders beliebt sind Design-Objekte, die einen Hauch Exotik ausstrahlen, an ferne Länder, futuristische Utopien oder Phantasiewelten erinnern.
Trotz des frischen Windes, bleiben sich die Skandinavier treu. Werte wie ein ehrliches Handwerk und die Verwendung bester Materialien stehen weiterhin an erster Stelle. Und es wäre kein Scandi Chic, wenn nicht doch irgendwo noch die nordische Sachlichkeit vertreten wäre ganz nach dem Motto form follows function.
Ich jedenfalls freue mich über diese bunte Trendwende, die Humor im Wohnen zulässt und uns die Freiheit lässt, den neuen Scandi Chic ganz individuell zu interpretieren. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Foto Wohnzimmer mit String Regal: Heimatbaum, Pepper Schmidt
Beitrag vom 15.06.2018, von Caren Schwenke